Schulprofil

Die Hedwig-Schule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in Trägerschaft der Stadt Lippstadt.

Wer besucht die Hedwig-Schule?

In der Hedwig-Schule werden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 – 10 gefördert. Es hat sich gezeigt, dass sie kleine und überschaubare Lernumgebungen benötigen, getragen von einer intensiven Arbeit auf der Beziehungsebene zwischen ihnen und den Erwachsenen, damit sie sich auf Schule einlassen und ihre Stärken entfalten können.

Wie wird an der Hedwig-Schule gearbeitet?

Das Wichtigste vorab: Das Kerngeschäft an der Hedwig-Schule ist Unterricht!

Man unterscheidet vom Grundsatz her zwei Bildungsgänge an unserer Schulform, den Bildungsgang der allgemeinen Schule und den Bildungsgang Lernen.

Der Unterricht im Bildungsgang der allgemeinen Schule orientiert sich an den Richtlinien und Lehrplänen der Grundschule (Klassen 1 – 4) und Hauptschule (Klassen 5 – 10). Schülerinnen und Schüler, die neben dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung umfassende Unterstützung im Lernen benötigen, werden ebenfalls an der Hedwig-Schule gefördert. Deren Förderung vollzieht sich nach den Richtlinien und Lehrplänen des Bildungsgangs Lernen.

Untrennbarer Bestandteil der Unterrichtsarbeit ist die Förderung der Schülerinnen und Schüler im Verhaltensbereich, d.h. die Vermittlung der Kernkompetenzen für schulisches Lernen und Auftreten in Gruppen.

Gibt es im Kreis Soest außer der Hedwig-Schule eine andere Schule dieses Typs?

Bis Mitte der 90er Jahre war die Hedwig-Schule einzige Förderschule (damals noch Sonderschule für Erziehungshilfe) dieses Typs im gesamten Kreis Soest. Das bedeutete u.a. lange Schulwege auch für die Kinder im Primarbereich.

Zu diesem Zeitpunkt wurde mit der Peter Härtling Schule in Werl eine weitere Förderschule dieser Form im Kreis Soest gegründet. Ursprünglich war sie konzipiert, Schülerinnen und Schüler bis Klasse 6 aus dem westlichen Gebiet des Kreises Soest zu fördern. Somit verblieb für die Hedwig-Schule als Einzugsgebiet:

Klassen 1 – 4: östliches Kreisgebiet, beginnend ab Bad Sassendorf

Klassen 5 – 10: gesamtes Kreisgebiet.

Zwischenzeitlich erweitert die Peter-Härtling-Schule ihr schulisches Angebot und baut fortschreitend die Sekundarstufe I auf. Dieses wird sich zukünftig wiederum auf das Einzugsbiet der Hedwig-Schule im Bereich der Klassen 5 – 10 auswirken. Vorstellbar wäre eine Regelung wie im Bereich der Primarstufe.

Wie bestreiten denn die Schülerinnen und Schüler der Hedwig-Schule ihren Schulweg?

Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Es gibt Schülerinnen und Schüler aus dem Nahbereich der Schule. Diese kommen zu Fuß, mit dem Fahrrad zur Schule. Manche werden auch von ihren Eltern gebracht.

Andere Schülerinnen und Schüler bestreiten ihren Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hierfür nutzen sie Züge und Busse, sofern entsprechende Verkehrsverbindungen zur Verfügung stehen und die Nutzung zumutbar ist. Ist das nicht der Fall, werden die Schülerinnen und Schüler in den sog. Schülerspezialverkehr aufgenommen. Es werden Taxitouren eingerichtet, die ihre zu befördernden Schülergruppen von vereinbarten Haltepunkten zu vereinbarten Zeiten morgens abholen und nach Schulschluss dort wieder absetzen.

Die Entscheidung über die Art der Beförderung trifft die Stadt Lippstadt als Schulträger nach bedarfsweise Rücksprache mit der Schule. Wichtig ist, dass die Kosten für die Schülerbeförderung von der öffentlichen Hand getragen werden.

Wie viele Schülerinnen und Schüler besuchen die Hedwig-Schule?

Die Entwicklung der Schülerzahlen verlief in den letzten Jahren sehr uneinheitlich. Sie schwankte zwischen 90 und 160, hat sich aber in der jüngeren Vergangenheit bei ca 160 stabilisiert.

Derzeit besuchen 154 Schülerinnen und Schüler unsere Schule in Lippstadt. 4 werden derzeit in der Schulstation gefördert. Zurzeit verteilt sich die Schülerschaft auf 13 Klassen zzgl. Schulstation.

Wie viele Lehrer gibt es an der Hedwig-Schule?

Für den Unterricht steht ein Team von insgesamt 26 Lehrkräften (17 Vollzeit-, 9 Teilzeitkräfte) bereit, ergänzt durch 2 Lehramtsanwärterinnen. Der Unterrichtseinsatz vollzieht sich unter den gegenwärtigen Bedingungen überwiegend in Form von Klassenlehrerunterricht und in möglichst festen Teams.

Die Schullandschaft hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. So hat sich mittlerweile die sonderpädagogische Unterstützung (früher Förderung) im Feld der Förderschulen deutlich auf den Bereich des gemeinsamen Lernens an der allgemeinen Schule verlagert. Diese Veränderung machte es notwendig, dass aus den Förderschulen viele Lehrkräfte an die allgemeinen Schulen abgeordnet werden mussten. Doch gestaltet sich das hinsichtlich allgemein knapper Ressourcen zunehmend schwieriger.

Für die Schülerinnen und Schüler, die die Hedwig-Schule besuchen, gibt es zwei große Ausbildungsziele:

Für die 2. Gruppe müssen möglichst umfassende Maßnahmen ergriffen werden, um den Übergang von der Schule ins Berufsleben zu gestalten. Diese sind in dem Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAOA) organisiert.

Wie viel Unterricht haben die Schülerinnen und Schüler an der Hedwig-Schule?

Auf Grund der äußeren Bedingungen mit dem enorm großen Einzugsgebiet der Schule ist es erforderlich, dass der Unterricht morgens für alle einheitlich beginnt und auch für die beiden Schulstufen (Primarstufe, Sek I) einheitlich endet. Das hat dazu geführt, dass in den Klassen 1 – 4 maximal 24 Wochenstunden und in den Klassen 5 – 10 maximal 28 Wochenstunden unterrichtet werden.

Gibt es an der Hedwig-Schule auch Betreuungsgruppen?

Die Hedwig-Schule arbeitet bereits seit vielen Jahren überaus erfolgreich mit dem Jugendwerk Rietberg zusammen. Gemeinsam wurde das Konzept der schulbezogenen Hilfe zur Erziehung entwickelt.

Die offene Ganztagsschule mit ihren maximal 18 Plätzen wird genauso vom Jugendwerk Rietberg als Maßnahmeträger betreut wie die sog. Sek I Gruppe, einem Betreuungsangebot für maximal 8 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 – 10.